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PRESSESTIMMEN
Bach&Friends
« Estelle Revaz spielt ihr anspruchsvolles Programm auf sehr hohem technischem Niveau und mit einem lupenrein intonierten Klang. Revaz’ Phrasierungen sind extrem klar und die dynamischen Abstufungen ungemein raffiniert. Sie gestaltet die modernen Stücke sehr rhetorisch, sehr gestisch, und dazwischen tanzt Herr Bach seine Soli beschwingt und beherzt, so, als wolle er angesichts der Bedeutsamkeit der Musik aus dem XX. und XXI. Jahrhundert sagen: sehr ihr, so wie ich kann’s heute keiner mehr... Die Suiten-Sätze und die anderen Kompositionen reihen sich aber mit einleuchtender Konsequenz aneinander und machen klar, worum es der Solistin im Aufbau ging. »

Remy Frank

Pizzicato, März 2017

« Die 1989 geborene österreichisch-schweizerische Cellistin Estelle Revaz beweist auf ihrer neuesten CD Mut und Geschick. (…) Die junge Solistin beweist, indem sie die technischen Klippen ihrer musikalischen Gipfeltour mühelos meistert, dass sie zu Recht als eine der internationalen Hoffnungen an ihrem Instrument gilt. »

CLASS:aktuell, April 2017

Die Cello-Suiten von Johann Sebastian Bach sind ein genuin komplexer Kosmos, eine Bewährungsprobe für die Fähigkeiten ambitionierter Interpreten. So hat Estelle Revaz die Cello-Suiten aus aktueller Perspektive neu erkundet und sinnfällige Beziehungen zu zeitgenössischen Parallelen entdeckt. Gelungen ist ihr aufgrund souveräner Anwendung je adäquater, oft diffiziler Spieltechniken eines der besten Cello-Konzepte für die Gegenwart.

Hans-Dieter Grünefeld

Musik und Theater, Januar 2018

« Estelle Revaz strahlt mitreißenden jugendfrischen Schwung aus, wie sie in knallrotem Kleid und mit verzücktem Gesichtsausdruck ihr Cello hoch in die Luft wirft. Wie Estelle Revaz, 1989 in der Schweiz geboren, spielt, das hat Biss und sprüht vor lustvollem Spieltemperament und sinnlicher Klangfantasie gleichermaßen. (…)
Bindeglied ist der tiefempfundene, zugleich tänzerisch-leichte, aber dabei ausgesprochen ehrlich anmutende Spielfluss von Estelle Revaz. Sie zerstückelt die Bach-Sätze nicht etwa durch zu exaltiertes Gegen-den-Strich- Bürsten und bevorzugt anstelle von irgendwelchem Pathos lieber ein luftig atmendes Klangideal, was durchaus am historisch aufgeklärten Spielideal nah dran ist. Bachs Suitensätze mutieren zum Sprungbrett für neue Abenteuer - bevor der „Bach-Faden“ kontinuierlich wieder aufgenommen wird. Bei mehrmaligem Hören erschließen sich dann auch immer mehr struktuelle Quer-Bezüge zwischen „alt“ und „neu“. (…) Fazit: Für die Hinterfragung von Standpunkten, Perspektiven und Konventionen erweist sich Estelle Revaz mit dieser neuen CD als engagierte Mittlerin. »

Stefan Pieper

Klassik Heute, April 2017

"Das Spiel dieser vielen Seiten erfolgt logisch und beherzt. Es gibt dem Stück eine Dimension fast choreographisch, die in keinem Moment die akrobatische Virtuosität der Interpretin beeinträchtigt. ER weiß, wie sie eine breite Palette an instrumentalen Farben verbunden mit warmer und eroberungslustiger Überschwänglichkeit subtil zu dosieren vermag. Die Kontraste in der Dynamik, die Fülle an Ausdruck, die melodisch wulstig und sanften Kurven des Spiels von Estelle Revaz machen, dass sogar die auf den ersten Blick schmucklosesten Seiten von einer Umsetzung profitieren, die ganz wunderbar Intelligenz und Sensibilität verbindet, um das ganze emotionale Potenzial herauszuziehen und die Gemeinsamkeiten, die existieren können zwischen der Musik von Bach und der wichtigsten Komponisten unserer Zeit, hervorzuheben."

Yves Allaz

Scènes Magazine, September 2017

« Auf dem Cover dieser Cd hebt Estelle Revaz ihr Cello triumphierend in die Höhe. Man wird sich sehr schnell darüber klar, dass das völlig gerechtfertigt ist. Für diese CD hat die Interpretin 2 Bachsuiten ausgesucht und hat zwischen die Sätze von Bach jeweils ein zeitgenössisches Stück platziert. Man sollte zunächst wirklich das Talent von Estelle Revaz anerkennen, das sie in diesen berühmten Suiten von Bach zeigt. Die Präludien zeigen viel Poesie, die Allemanden sind voller Fantasie und die Couranten sind schnell, so wie man es sich wünscht eben so, wie die Menuette elegant und die Sarabanden seriös sind. Die Interpretationen von Estelle Revaz sind textgetreu und sind im gleichen Moment wunderschön und fesselnd. Die Stücke der zeitgenössischen Komponisten fordern noch weitere Qualitäten : ganz andere Stile, andere Technik. Ganz klar:  Estelle Revaz meistert ohne jede Mühe dieses sehr fordernde Repertoire und bringt es mit Können und Souveränität zum klingen. Der Erfolg ist sicher... was für eine Quelle der Freude, wenn man auf solch einem Niveau spielt. »

Jan de Kuijff

Musicalifeiten, April 2017

« Schlichtheit und Einfachheit sind angebracht in der Interpretation der zwei schwierigen Suiten für Violoncello solo (BWV 1007 und 1009). Die Solistin imponiert durch ihre äußerste Sauberkeit in allen Registern und ihre große Konzentration: meisterlich erschafft sie die rästselhafte, geheimnisvolle und spannende Atmosphäre des Werkes neu. Die Entscheidung, andere Stücke einzuschieben, verwandelt das Konzept der Aufeinanderfolge der Tänze und erzeugt sozusagen eine Ausdehnung der Suite. Wäre Bach damit einverstanden gewesen? Wie auch immer, in diesem chronologischen Wechselspiel geht Estelle Revaz mit großer Leichtigkeit von der barocken zur zeitgenössischen Ästhetik und navigiert souverän zwischen Tradition und Moderne : eine junge Künstlerin und wahrhaftige ‚Freundin Bachs‘ jetzt schon auf dem Höhepunkt ihrer Kunst. »

Edith Weber

L'éducation musicale, Juni 2017

« Man kann die musikalische Intelligenz, die diese Solistin in ihrem Spiel perfekt ausdrücken vermag, nur begrüssen. »

Jean-Marc Warszawski

Musicologie, 28 Juni 2017

«Die Suiten von Bach begleiten Estelle Revaz seit ihrer Kindheit. Diese intensive und lange Zeit mit den Bach Suiten verleiht ihrer Interpretation zugleich Leichtigkeit und Strenge, Expressivität und Zurückhaltung. Ihre Phrasierung unterstützt den Aufbau des Stückes, ohne zu sehr ihre solistische Freiheit einzueengen. Estelle Revaz erweist sich hier als Erzählerin einer Geschichte, indem sie die Worte nach ihrem Empfinden auswählt.»
L’ENA, Hors les Murs, Juni 2017

« Estelle Revaz ist aus Feuer gemacht. Ihr Spiel verbindet auf beste Weise Selbstbewusstsein und Sensibilität. Schwungund Lockerheit. »

Jean-Jacques Roth

Le Matin Dimanche, Juli 2017

« Nach einem ersten Album (Cantique bei Neos) mit dem Orchestre Musique des Lumières und seinem Chefdirigenten Facundo Agudin, konkretisiert die Cellistin hier ihr vielversprechendes Talent, was in der Vergangenheit schon vorherzusehen war. »

Rocco Zacheo  

La Tribune de Genève, Juni 2017