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PROGRAMME

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FRANK MARTIN, EIN VERGESSENES GENIE

Estelle Revaz, Violoncello
Anaïs Crestin, Klavier
Programme :
J.-S. Bach - Sonate BWV 1029
F. Martin - Ballade
C. Debussy - Sonate CD 144
R. Schumann - Fantasiestücke op. 73
C. Franck - Sonate FWV 8
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FRANK MARTIN, EIN VERGESSENES GENIE

«Wenn es nicht notwendigerweise ‚Frieden und Trost‘ ist, was der Künstler den anderen Menschen geben muss, so müsste es auf jeden Fall die Befreiung sein, die die Schönheit in uns hervorbringt.»

Frank Martin ist 1890 in Genf in der Schweiz geboren. Er zeigt sehr früh seine musikalische Begabung und hat es verstanden, eine eigene Sprache zu finden, die von großen Komponisten wie Bach, Schumann, Debussy, Franck, Schönberg, aber auch vom Gregorianischen Choral, dem Flamenco oder den Pink Floyd inspiriert ist. Sein Leben lang konnte Frank Martin die berühmtesten Künstler seiner Zeit von seiner Authentizität, seinem Mut und seiner Phantasie überzeugen. Dinu Lipatti, Dietrich Fischer-Dieskau, Herbert von Karajan, Pierre Fournier, Yehudi Menuhin, die Berliner Philharmoniker oder die Wiener Philharmoniker waren seine am meisten begeisterten Fürsprecher. Seine Werke wurden in den berühmtesten Sälen und bei den berühmtesten Festivals aufgeführt. Er hingegen sagte, dass «einzig die Einsamkeit und die völlige Unabhängigkeit von jeglicher Meinung kreatives Schaffen erst ermöglichen». Ist das vielleicht der Grund, warum nach dem Tode des Komponisten seine Musik immer weniger gehört wurde?
Das Projekt einer Plattenaufnahme für Cello und Orchester, Journey to Geneva, ist entstanden, um an die rühmenswerte Vergangenheit zu erinnern, und in Weiterführung dieses Programmes wurde dieses Konzert für Kammermusik entwickelt.
Tatsächlich wurde die ‚Ballade‘ von Frank Martin sowohl für die Besetzung Violoncello und Orchester als auch für Cello und Klavier geschrieben. Es wäre also sehr interessant, dem Publikum die Ballade in der Fassung für Klavier vorstellen zu können, um das Werk des Komponisten im Lichte seiner verschiedenen Inspirationsquellen zu zeigen. Die Rhetorik J-S. Bachs, die melodische Sensibilität Robert Schumanns, die Poesie von Claude Debussy oder die mutige Harmonik von César Franck vermitteln dem Publikum intensive Emotionen und faszinierende Entdeckungen.
Ein Programm, das die Begegnung mit einem Komponisten ermöglicht, der die größten Interpreten des 20. Jahrhunderts inspiriert hat.