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BIOGRAPHIE

« Ich hatte die Gelegenheit, mit Estelle Revaz zu spielen. Estelle ist eine aufrichtige und tiefsinnige Musikerin, die ich wärmstens empfehlen kann ».
Gautier Capuçon, Cellist

« Estelle Revaz beherrscht ihr Instrument auf allerhöchstem Niveau und hat sehr überzeugende musikalische Ideen ».
Lena Neudauer, Geigerin

Die österreichisch-schweizerische Cellistin Estelle Revaz spielt regelmäßig in zahlreichen Ländern Europas, Asiens und Südamerikas. Sie wird häufig zu anerkannten Festivals wie dem Gstaad Menuhin Festival, dem Verbier Festival, dem Internationalen Festival von Colmar oder dem Festival Pablo Casals mit Partnern wie Gautier Capuçon, Pierre Génisson, Ralph Manno, Christian Chamorel, Fighin Collins, François Dumont, Nelson Goerner, François Killian, Cédric Pescia, François-Xavier Poizat, Alexandra Conunova, Tai Murray, Lena Neudauer, Pavel Vernikov oder dem Quatuor Sine Nomine eingeladen. Sie konzertiert regelmäßig in renommierten Sälen wie der Victoria Hall, dem Paul Klee Zentrum, dem Musée du Louvre, dem NCPA in Beijing, dem Oriental Art Center in Shanghai, dem CCK in Buenos Aires oder dem Auditorium del Sodre in Montevideo.

Ihre Auftritte mit Orchester zeigen die Breite ihres Repertoires, von den Konzerten Bachs bis hin zu Konzerten Guldas oder Ligetis. Ab der Saison 17/18 ist Estelle Revaz auf drei Jahre Artist in Residence beim Genfer Kammerorchester. Eines ihrer zahlreichen Projekte ist auch die Einspielung eines CD-Albums mit Konzerten von F. Martin und X. Dayer (UA).

Die Kritik hat ihre erste CD Cantique (NEOS 2015), wo sie die Solistin der Konzerte E. Blochs (Schelomo) und A. Pflügers (Pitture- UA) ist, begeistert aufgenommen. LE TEMPS spricht von einer « tiefen, scharfen und anspruchsvollen Platte, auf der das Orchester und die Solistin mit Intelligenz und feinem Gespür spielen ». Ihre Platte für Solocello Bach & Friends (Solo Musica/Sony 2017) wurde auch von der Fachpresse stürmisch begrüßt. Pizzicato schreibt: « Der Klang ist von perfekter Reinheit, die Phrasierung ist äußerst klar und die Dynamiken sind außergewöhnlich subtil. » Anlässlich ihres letzten Duoalbums mit dem Titel Fugato (Solo Musica/Sony 2017), bezeichnet Le Courrier Estelle Revaz als « einen der aufgehenden Sterne einer neuen Generation großer Interpreten » und La Liberté spricht von « einem königlichen Programm, wo das Violoncello prachtvoll singt, schmachtend und voller Kraft.»

Estelle Revaz hatte Auftritte bei Radio France, bei der RTBF, beim Deutschlandfunk, beim WDR3 sowie bei der Radio Télévision Suisse. Neulich hat Estelle Revaz 5 Sendungen «Estelle et le violoncelle» im Schweizer Rundfunk geleitet und dabei 5 Themen präsentiert : «Der Klang des Violoncellos», «Die Technik des Violoncellos im Dienst des Ausdrucks», «Die Interpretation durch die künstlerische Auswahl», «Das Violoncello, ein Geschichtenerzähler» und «Die Zauberei der Inspiration durch die Cellokonzerte».

Nach ihren Anfängen in der Schweiz wurde sie in Frankreich am Conservatoire National Supérieur de Musique et Danse de Paris unter Jérôme Pernoo sowie in Deutschland an der Hochschule für Musik und Tanz Köln bei Maria Kliegel ausgebildet.

Bereits in sehr jungen Jahren gewann Estelle Revaz mehrere Preise wie z.B. den 1. Preis der Fondazione Antonio Salieri di Legnano in Österreich, der ihr ihre erste Tournée als Solistin in Italien, Deutschland und Holland ermöglichte. Sie ist ebenfalls Preisträgerin mehrerer Stiftungen und Verbände, die sie in ihrem musikalischen Werdegang durch Stipendien sowie durch die Organisation von Konzerten unterstützen. Zu erwähnen wären der Fonds Français Instrumental, die Stiftungen Leenaards, Little Dreams, Kremer, Dénéréaz, Thiébaud-Frey, Patiño, FestiValais, die Stadt Genf oder auch den Kanton Wallis.
2014 wurde sie bei der Verbier Festival Academy eingeladen und hat in diesem Rahmen den Preis Rotary gewonnen.

Seit 2015 ist Estelle Revaz Mitglied des «Forum des 100»: 100 Persönlichkeiten, die die Zukunft der Schweiz vertreten.

Seit 2017 ist Estelle Revaz Dozentin für Violoncello und Kammermusik an der Kalaidos Musikhochschule in Zürich (Schweiz). Sie gibt auch regelmäßig und mit Begeisterung Masterkurse/Workshops in Europa, Asia und Südamerika. Kürzlich hat eine Forschungsarbeit zum Thema « Die Entwicklung der künstlerischen Identität als Ziel der instrumentalen Hochschulbildung: die Rolle des Professors » verfasst, die im 2019 bei L'Harmattan/Paris veröffentlicht wurde.

Zur Zeit spielt Estelle Revaz auf einem Violoncello von G. Grancino (1679) und mit einem Bogen von J. Eury (1825). Beides wurde ihr von großzügigen Schweizer Mäzenen zur Verfügung gestellt.